|
|
|
Bootswandern
Ein
wenig bekanntes Gebiet in unseren Breiten ist der Kanu- oder
Kajakfreizeitsport. Für Interessenten ist die "Mönkebrücke"
am Friedeburger Tief ein idealer Ausgangs- und Einstiegspunkt.
Das Tief, ein naturnaher Fluß, war vor den Eindeichungen ein
Teil der Maade und mündete direkt in die Nordsee.
Von hier aus kann man zu eintägigen oder auch zu mehrtägigen
Fahrten auf in-teressanten Gewässern starten.
Vorschlag
für eine eintägige Fahrt:
Zuerst
geht es Richtung Osten, dann nach ca. 2 km , bei Sichtweite
des Schlosses Gödens ( bewohntes Wasserschloß der gräflichen
Familie von Wedel ), biegen wir links ab in das Emder Tief.
Nach weiteren 1,5 km erreicht man den Ems -Jade-Kanal. Hier
bleibt das Übersetzen in den höhergelegten, eingedeichten
Kanal unumgänglich. Die Fahrt geht dann in westlicher
Richtung weiter bis zum Ort Hoheesche (übrigens: dieser Ort
war mit 28 Einwohnern bis zur Gebietsreform die kleinste
selbständige niedersächsische Gemeinde).
Das linksseitige Ufergelände hinter der Brücke eignet sich
hervorragend für eine ausgedehnte Rast. Sollte man sich die Füße
vertreten wollen, bietet sich das angrenzende, bewaldete
Landschaftsschutzgebiet "Hohe Horst" zu einem
Erkundungsgang förmlich an.
Bei der Weiterfahrt lassen wir den Ort Reepsholt entweder
rechts liegen, oder wir nutzen die Gelegenheit für eine
Besichtigung des Ortes mit seiner überregional bekannten
Kirche mit der Glockenturmruine.
Kanalbrücke bei Reepsholt
Ungefähr 750m hinter der Klappbrücke müssen wir dann in das
Wieseder Tief übersetzen. Hier beträgt der Abstand zwischen
den Gewässern nur einige Meter. Von hier aus geht es dann
weiter, wieder in östlicher Richtung bis zur Flußgabelung
"Dree Deepen". Nach einer kurzen Rast nehmen wir das
Schlußstück bis zum Ausgangspunkt "Mönkebrücke"
in Angriff.
Gesamtfahrstrecke ca. 12 km.
Vorschlag
für eine zweitägige Fahrt:
Ausgangspunkt
ist wieder die uns schon bekannte Mönkebrücke. Wir fahren
das Friedeburger Tief in östlicher Richtung (Achtung:
Hauptlinie fahren, es gibt hier verschiedene Abzweige) und
erreichen nach ungefähr 5 km die Brücke der Bun-desstraße B
436.
Von dieser Warte aus lohnt sich, trotz eines längeren Fußmarsches,
der Besuch des Dorfes Neustadt- Gödens mit seiner einmaligen
Siedlungs-Bevölkerungs-und Gotteshäuserstruktur. Alternativ
kann dieser Ort auch abstechend direkt angefahren werden.
.
Nach einer Rast am ausladenden Uferrand geht es weiter durch
das Gebiet des ehemaligen schwarzen Bracks. Wir erreichen nach
2 km den Ort Ellenserdamm. Hier erfolgte auf Anordnung des
oldenburgischen Grafens im 17. Jahrhundert die Deichziehung
und die Errichtung eines Sieles. In erster Linie ging es um
eine hoheitliche, von uns streitbaren Ostfriesen unabhängige,
Landverbindung zum Jeverland.
Nach weiteren 2 km stellt sich uns das Sperrwerk Petershörn
in den Weg. Entweder schlagen wir hier, in Absprache mit dem
Sperrwerkswärter, unser Nachtquartier auf, oder wir setzen über
und übernachten auf einem Campingplatz im Badeort Dangast.
Dieses älteste oldenburgische Seebad ist lohnend für eine
ausgiebige Erkundung. Berühmt ist Dangast aber in erster
Linie durch seine Künstlerkolonie geworden. Auslassen sollte
man keinesfalls einen Besuch des originellen, alten Kurhauses.
Am nächsten Morgen treten wir dann unsere Rückfahrt in
umgekehrter Richtung an. Wieder in Ellernserdamm können wir
uns, nach am Vortag getätigter Absprache, das liebevoll
gestaltete Privatmuseum an der Hauptstraße nicht entgehen
lassen. Eine mittägliche Rast am Flußufer sollten wir auf
der Höhe des Zuflusses des Zeteler Tiefs einlegen. Gestärkt
nehmen wir dann die restlichen 8 km bis zum Ausgangspunkt Mönkebrücke
in Angriff. Zurück im Dorf läßt sich dann der erworbene
Durst in einer der beiden Gaststätten stillen.
Gesamtfahrstrecke
ca. 30 km
|
|
Wanderungen
Unsere
Landschaft bietet sich für ausgedehnte Wanderungen förmlich
an. Nachstehen einige Vorschläge für Touren von jeweils
ungefähr zweistündiger Dauer:
Tour
1)
Wir starten
unseren Gang am Albertus Seba Platz im Loog und marschieren in
südlicher Richtung die Dorfstraße bis zur ersten Gabelung in
Richtung Moorstrich. Hier sollten wir gleich Gelegenheit für
eine Erkundung der Uferrandbereiche des großen Baggersees
nehmen. Für eine erste kurze erste Rast bietet sich die
Grillhütte natürlich an.
Unser Weg führt uns weiter bis zur zweiten linksabbiegenden
Straße in östlicher Richtung. Vor uns sehen wir dann die
Gallerieholländermühle und die Kirche des Dorfes Horsten.
Nach ungefähr 500 Meter biegen wir nach links, um weitere 500
Meter entlang des Kalvschloots (Kälbergraben) zu marschieren.
Rechtsabbiegend und entlang des Windschutzstreifens erreichen
wir eine Wegegabelung und wenden uns nach links in das weitläufige
Gebiet des Schwarzen Bracks.
Baggersee im Moorstrich
In einer Entfernung von gut einem Kilometer sehen wir in einer
Baumansammlung das Schloß Gödens der Grafen von Wedel. Bei
guter Sicht können wir auch Gebäudeteile von Wilhelmshaven
entdecken (Kraftwerk, Fabrikanlagen usw.). Scheinbar greifbar
nahe stehen die vielen Windmühlen von Sande, die in stetiger
Emsigkeit schadstoffreie Energie erzeugen und abliefern.
An der Wegegabelung sollten wir in der herrlich freien Natur
eine Pause, vielleicht ein Picknick einlegen. Gestärkt geht
es dann weiter in westlicher Richtung. Nach gut einem
Kilometer erreichen wir den Kleiweg, den wir in Richtung
Ausgangspunkt nutzen. Hier angekommen, sollten wir nicht versäumen,
die Umgebung der Kirche näher kennenzulernen. Eine ausgiebige
Rast auf dem Seba- Platz bildet den Abschluß.
Tour 2)
Ausgangspunkt
dieser Wanderung ist der Parkplatz der Wirtschaft Coordes
(dieser Platz wird auch als dörflicher Festplatz genutzt).
Wir begeben uns in östlicher Richtung bis zum ersten linken
Abzweig. In Richtung des Flurteiles Kronsdobben sehen wir ein
unverfälschtes, größeres Gulfhaus. Nachdem wir die zu
beiden Wegseiten liegenden Mischwäldchen hinter uns gelassen
haben, erreichen wir das Gebiet des "Düwelshörns"
(Teufelsland), einem früher ausgedehnten Sumpfgebiet. Das zu
überquerende Gewässer hat den Namen "Gooseschloot",
hochdeutsch"Gänsegraben". 
Ein
Platz zum Rasten
Nach weiteren 500 Meter biegen wir linksseitig in den Düwelshörner
Weg ein und sollten nun Gelegenheit für eine Pause nehmen. In
naher Entfernung sehen wir zur rechten Hand in Reihe die Dörfer
Abickhafe, Hoheesche und Reepsholt. Entlang des
Windschutzstreifens kommen wir nun ins Etzeler Münsterland.
Ab hier durchwandern wir auch die Wallheckenlandschaft mit dem
knorrigen Eichenbaumbestand.

Im
Düvelshörn
Nachdem der Münsterländer Weg hinter uns liegt, erreichen
wir den Riepener Weg, eine Straße, die den äußeren Rand der
Geest tangiert. Nach 200 Meter erreichen wir eine
Sitzgelegenheit, die uns zu einer Rast einlädt. Die
Reststrecke bis zum Ausgangspunkt durch "dicht"
besiedeltes Gebiet ist schnell erreicht. Sollten Kinder unsere
Tour begleitet haben, können sie sich auf dem Bolzplatz
austoben. Die Erwachsenen können dann die Zeit für einen
erfrischenden Umtrunk in der gastlichen Wirtschaft von Coordes
nutzen.
Tour 3)
Wir wählen diesmal als Ausgangspunkt den Parkplatz der
Gastwirtschaft der Familie Wilken. Vorbei am Vogelturm wandern
wir das erste Teilstück auf dem Radweg der B 436 bis zur Überquerung
der Straße in Richtung Hohejohls entlang. Als erstes fallen
uns die Köpfe der unterirdischen Kavernenanlagen für die
Aufnahme von Erdgas und Rohöl auf.
Nach
ungefähr einem Kilometer erreichen wir einen Kreuzungspunkt,
der mit einer gut fünfundsechzigjährigen Eiche bestanden
ist. Dieser Baum wurde seinerzeit zu Ehren eines damals
regierungsverantwortlichen Menschen gepflanzt (aber - was kann
der arme Baum dafür).
Unser Weg führt uns weiter in südliche Richtung in das
Gebiet des Niederungsmoores. Hier im "Filkov" finden
wir noch Reste des mittlerweile abgestorbenen Moores. Wenn wir
Glück haben, können wir auf Restmoorstücken grasende,
graue, gehörnte Heidschnucken antreffen. Nachdem wir den Weg
zum Hilgenmoor eingeschlagen haben, sollten wir uns den
rechtsseitig belegenen, künstlich angelegten Moorteich
ansehen und hier eine Rast einlegen.
Gestärkt nehmen wir nun die Reststrecke entlang des
Baumschulgeländes bis zur Bundesstraße in Angriff. Wenn wir
jetzt den Radweg parallel zur Bundesstraße in Richtung Westen
wandern, sehen wir linksseitig die Hünengrabanlage von Stapelstein
- natürlich Anlaß, eine kleine Pause einzulegen.
Die restliche Strecke bis zur Straßenüberquerung zum Alten
Postweg schaffen wir in gut 5 Minuten. Gleich rechts zweigen
wir dann ab zur Anlage des Forellenhofes.

Nach Ansprache
des Fischereimeisters wird uns sicher gestattet werden, die
idyllisch gelegene Anlage zu besichtigen.
An unserem
Ausgangspunkt werden wir sicherlich Gelegenheit nehmen ,es uns
im gemütlichen Biergarten gut gehen zu lassen.
(näheres unter
)
http://www.gasthof-wilken-biergarten.de
Fischteich
|
|
Angeln
in Etzel
Am
problemlosesten dürfte für den auswärtigen Anglerfreund das
Angeln mit der Rute in der Forellenteichanlage, an der
Bundesstraße hinter der Gastwirtschaft Wilken belegen, möglich
sein.
Die von 1960 bis 1970 ausgebeutete Kiesgrube hat ein Geländevolumen
von ca. 180 000 und einer Wasserfläche von über 60 000
Quadratmetern. Der Ufersaum ist teilweise artgerecht bewachsen
und hat auf dem Landbereich einen natürlichen Strauch- und
Baumbewuchs. Bei einem ständigen Bestand von Barschen, sowie
Bach- und Regenbogenforellen mit einem Gewicht bis zu 16
Pfund, sind die Fangmöglichkeiten auch für ungeübte Angler
nahezu ideal. In der Angelhütte können Angelgeräte und
diverse Köder erstanden werden.
Luftaufnahme
des Angelteiches
Da Angelfreunde
diesen Fischbetrieb von weit her ansteuern, nimmt diese Form
des Angelns auch für den Fremdenverkehr einen gewichtigen
Stellenwert ein.
Eine weitere Möglichkeit des Angelns bietet sich an dem
Baggersee auf dem Moorstrich. Hierfür können Angler, die im
Besitz eines Prüfungszeugnisses sind, einen
Berechtigungsschein bei der Gemeindeverwaltung erwerben.
Petri
Heil!
|
|
Der
Friesensport
Immer
wieder staunen verständnislos Gäste aus dem fernen
"Deutschland", wenn vor allem an den Wochenenden
Gruppen von Eingeboren bemüht sind, irgendwelche Kugeln über
die Etzeler Dorfstraße zu werfen. Dabei kann auch noch wild
gestikuliert und aufgeregt palavert werden. Wenn dann auf
Nachfrage erklärt wird, es werde hier eine Sportart namens
"Boßeln" betrieben, ist immer noch keine Aufhellung
eingetreten.
Also hier zumindestens ein Versuch zur Aufklärung:
Zuerst bilden
sich zwei gleichstarke Mannschaften, die gegeneinander
antreten. Das Wurfgerät hat einen Durchmesser, differenziert
nach Altersklassen, von 9 - 12,5 cm. Ursprünglich waren die
Kugeln aus Hartholz (meistens Pockholz) gefertigt, heute
werden aber Hart- und Weichkunststoffmischungen bevorzugt.
Am Anwurfpunkt wird die Kugel vom jeweiligen ersten Werfer
jeder Gruppe mit Anlauf und geradem Arm schwungvoll auf eine möglichst
große Weitenstrecke geschickt. Die Reihenfolge der Werfer ist
feststehend. Es folgt der zweite Werfer gegen den gegnerischen
zweiten Werfer usw.. Da in der Regel 10 Runden geworfen
werden, müssen oft Strecken, je nach Leistungsfähigkeit und
Größe der Gruppen der Werfenden, von bis zu 10 Kilometer zurückgelegt
werden.
Gepunktet wird bei diesem Spiel durch Erkämpfen eines "Shöt`s".
Erlangt wird ein solcher Shöt, wenn zwei Werfer einer
Mannschaft mit ihren Würfen nicht die Weite eines Werfers der
gegnerischen Mannschaft erreichen. Damit aber die vorher
festgelegte Paarigkeit beibehalten wird und weil wir Friesen
auch nicht so gerne rechnen, muß der nächste Werfer der
punktenden Mannschaft aussetzen. Am Ende des
"Kampfes" werden die gewonnenen Shöt und die
abzutretenden Meter gewertet.
Diese Boßelspiele werden von beiden Geschlechtern in allen
Altersklassen betrieben. Gekämpft oder gespielt wird in
verschiedenen Leistungsklassen bis hin zur Landesliga, hauptsächlich
in den Monaten mit einem "r" im Wort.
Bemerkenswert an diesem Spiel ist, daß Menschen von 3- 93
Jahren diesen Sport ausüben können.
Bemerkungen:
Geboßelt
werden darf nur auf genehmigten Straßen. Die Strecken müssen
durch Warnhinweise gesichert sein. Zudem sind Warnfähnchen
mitzuführen. Einige Mitstreiter sollten, vor allem bei
kurvigem Staßenverlauf, vor der Wurfgruppe postiert sein.
Das
Boßeln ist eine eigenständige Sportart und hat nichts mit
Kegeln, Boule, Boccia oder Bowling zu tun.
Weitere
Informationen erteilt unser örtlicher Boßelverein -"Liek
ut Hand", der übrigens im Jahr 2004 sein
einhundertjähriges Bestehen feiern darf.
Organisiert
werden Boßeltouren auch für Ungeübte von unseren
Wirtsleuten Coordes und Wilken.
|
|
Mit
dem Fahrrad touren
"Plattes"
Land prägt auch unseren Ort und seine umgebenden Dörfer. Da
in unseren Breiten im Laufe der Zeit zudem ein dichtes Netz
von Rad- und kleinen Wirtschaftswegen gebaut worden ist,
bieten sich ausgedehnte Radwanderungen in der reizvollen
Landschaft geradezu an. Die überwiegenden Landschaftsformen,
Geest, Moor und Marsch, und die vielen Baudenkmäler mit ihren
Geschichten, machen jede Radtour zu einem Erlebnis.
Vorschlag
für eine Tour in den Süden
Diese Tour soll uns in die
waldreiche "Friesische Wehde" bringen. Als
Ausgangspunkt wählen wir den "Albertus Seba"- Platz
im Schatten der ehrwürdigen, alten Kirche.
Wir fahren zunächst über die
Kirchwarf in östlicher Richtung in die Altmarsch des
Hammrichs, einem Teil des ehemaligen "Schwarzen
Bracks". Nach ca. 1,5 km erreichen wir die Grenze zu
unserem Nachbardorf Horsten. Ein weiterer Kilometer trennt uns
von der ersterrichteten Windkraftanlage der Region. Diese
Maschine, mit einer Leistung von 80 kW, führt seit nunmehr
schon über einem Jahrzehnt, störungsfrei seine erzeugte
Energie dem öffentlichen Stromnetz zu.
Weitere 500 m trennen uns von der zu überquerenden Bundesstraße.
Rechtsabbiegend finden wir die Nachbildung eines preußischen
Schlagbaumes, ohne hier Wegezoll entrichten zu müssen. Die
sehenswerte Horster Kirche ist erster Anlaß zum Absatteln.
Auch dieses, im 13. Jahrhundert aus Granitquader und
Backsteinen erstellte Bauwerk steht ähnlich der Etzeler
Kirche,auf einer geschütteten Warf (Wurt).
Einige hundert Meter weiter, an der Straße in Richtung Klein
Horsten, steht die einzige noch intakte und sporadisch
betriebene Windmühle unseres Raumes. Bei dieser Mühle
handelt es sich um einen zweistöckigen Gallerieholländer mit
einer Windrose zur Steuerung der Flügelkappe. Die Mühle
wurde 1838 erbaut und kann nach Absprache mit dem Müllermeister
auch besichtigt werden.
In dem Siedlungsgebiet hinter
der Mühle steht eine Replik eines Sonnensteines mit einem
Durchmesser von 1,10 m aus rötlichbraunem Granit. Vermutlich
stammt dieser symbolträchtige Stein aus dem zweiten
vorchristlichen Jahrhundert. Dieser Sonnenstein ist der größte
und schönste seiner Art, der jemals in Deutschland entdeckt
wurde.
Nach weiteren 500 m biegen wir links ab und befahren einen
idyllischen, schmalen Radweg in südwestlicher Richtung.
Bald erreichen wir den Grenzschloot (Schloot= Graben) zwischen
dem ostfriesischen Hoheitsgebiet und dem Oldenburgerland. Der
Grenzort Bohlenberge liegt auf einem ausgedehnten Geestrücken.
Für Interessierte bietet sich hier ein Abstecher querfeldein
nach Bohlenbergerfeld ins liebevoll zusammengestellte
Schulmuseum, an.
Den Hauptort der Friesischen Wehde, Zetel, erreichen wir nach
gut 3 Kilometern. Dieser Ort war noch in den fünfziger Jahren
die Hochburg der nordwestdeutschen Textilindustrie und
beherbergte zudem eine ganze Reihe von kleinen
Industriebetrieben (Herstellung von Holzschuhen, Holzstielen
aller Art und vor allem von Ziegelsteinen).
Bei Erreichen des Zeteler Marktplatzes fahren wir weiter in
Richtung des nord-deutschen Klinkerzentrums Bockhorn.
Beidseitig der Straße entdecken wir stilvolle Bürgerhäuser
aus mehreren Epochen und erreichen nach ungefähr einem
Kilometer die Zufahrt zum Urwald. Diesen, tatsächlich im
Urzustand belassenen Wald, durchqueren wir auf Schotterwegen
inRichtung Neuenburg. Charakteristisch für diesen seit 1880
geschützten Wald sind die mächtigen, knorrigen und vom Wind
verdrehten Eichenbäume. Angenehm wird jedem Radwanderer, vor
allem im Sommer, die Kühle des Waldes und der eigentümliche
modrige Geruch im Schatten der Urbäume bleiben. ( Sollten wir
schon vorher eine Abkühlung nötig haben, bieten sich die
Freibäder der genannten Orte förmlich an).
Nach Austritt aus dem Wald fahren wir in westlicher Richtung
in den Ort Neuenburg und machen spätestens am Schloß einen
Halt. Der Vorgängerbau wurde um 1460 als Grenzfeste gegen uns
Ostfriesen errichtet. Heute wird das Schloß für kulturelle
Veranstaltungen genutzt und beherbergt ein kleines
Heimatmuseum. Das benachbarte Bahnhofsgebäude ist ebenfalls
Herberge für zyklisch stattfindende Kulturveranstaltungen.
Nachdem wir diesen liebenswerten
Ort verlassen haben, treffen wir im Ortsteil Ruttel auf eine
merkwürdige Ansammlung von kleinen Windmühlen im Schatten
einer großen Galleriemühle. Eine Rast sollte auch hier nicht
ausgelassen werden.
Nach einer Strecke von 2
Kilometern erradeln wir den Grenzort Marx und sind wieder im
heimatlichen Ostfriesland. Nachdem wir die Granitquaderkirche
St.Markus ( hieraus ist möglicherweise auch der Ortsname
abgeleitet ) erreicht haben, biegen wir rechts, nach 500 m am
Pfadfinderhof links, in das Gebiet des Etzeler
Niederungsmoorgebiet ab. Wir müssen nun nur noch die
Ortsteile Hohejohls, Riepen und Pumperhörn durchfahren um
wieder den Ausgangspunkt im Loog zu erreichen.
Länge der
Tour ungefähr 32 km
Vorschlag
für eine Tour in den Nordwesten
Ausgangspunkt ist diesmal
wieder der "Albertus Seba" Platz im Ortsteil Loog.
Wir fahren in die nördliche Richtung, in das Gebiet der
Altmarsch, überqueren die Mönkebrücke und erreichen nach
zweieinhalb Kilometer den Ems-Jade-Kanal in der Gemarkung des
Ortes Abickhafe. Die im Jahr 2001 fertiggestellte, neue
Klappbrücke überqueren wir nicht, sondern fahren linksseitig
des Kanals in Rich-tung Hoheesche.
Hier haben
wir die Möglichkeit, eine erste Rast auf der gemeindlichen
Anlage im bewaldeten Landschaftsschutzgebiet "Hohe
Horst" einzulegen.
Nach gut einem Kilometer sind wir an der Klappbrücke von
Reepsholt angelangt . Ein Abstecher führt uns zur, für dörfliche
Verhältnisse gewaltigen, Kreuzkirchenanlage mit der
auffallenden Turmruine. Nach Meinung von Altertumsforschern
soll dieses, auch als Wehrturm dienende Gebäude, im dreißigjährigen
Krieg untergraben und zum Einsturz gebracht worden sein. Aber
selbst Nichtostfriesen sollte man nicht die Absicht
unterstellen, in beutemachend wollender Absicht sich selbst
verschütten zu wollen. Es wird wohl einfach nur so gewesen
sein, daß der überschwere Turm wegen fehlender Fundamente
einfach eingestürzt ist. Zurück an der Klappbrücke fahren
wir linksseitig des Kanals weiter bis zur Wassermühlenbrücke.
Auf dieser Strecke begleitete uns das in starken Windungen
verlaufende Wieseder Tief mit den nassen und von seltenen
Pflanzen bestandenen Niederungswiesen.
Weitere 3 Kilometer trennen uns von der Wieseder Schleuse,
einem interessanten Bauwerk zur Überbrückung der Höhenunterschiede.
Wenn man auf der Brücke vor dieser Anlage steht, fühlt man
sich in die Zeit der Kanalerrichtung vor über hundert Jahren
zurückversetzt. Vielleicht hat man während der Rastzeit ja
auch das Glück, daß zeitgleich ein Boot geschleust wird.
Gleich neben der Schleuse befindet sich die Anlage von "Dokters
Pütt" (Pütt gleich Brunnen). Beim Graben des Kanals
brach seinerzeit ein reines Quellwasser durch . Die Analyse
des Vertrauensarztes Dr. Strömer aus Etzel ergab, daß dieses
Wasser stark mineralhaltig war. Nichts lag für den geschäftstüchtigen
Arzt näher, als die Quelle umzuleiten, das Wasser abzufüllen
und es als Heilwasser zu vermarkten.
Unsere Fahrt geht weiter rechtsseitig des Kanals weiter bis
zur Moorkolonie Marcardsmoor. Hier müssen wir den Weg zum
Nord-Georgs-Fehn-Kanal einschlagen und linksseitig durch das
Hochmoorgebiet in Richtung Wiesmoor fahren. Neben der
Wegstrecke können wir noch an verschiedenen Stellen
Torfstiche zur Brennmaterialgewinnung entdecken.
In Wiesmoor sollten wir uns die Zeit nehmen, die vielen nicht
näher zu beschreibenden Sehenswürdigkeiten zu begehen. Erwähnt
werden sollen hier nur das Freilichtmuseum, die
Moorkolonistenhäuser, die Blumenhalle, das Freizeitgelände
am Ottermeer und die riesigen Gewächshausanlagen. Auch können
wir ab dem Marktplatz mit umgebauten alten Torfschiffen eine
Kanalfahrt buchen.
Unsere
Weiterfahrt führt uns dann durch einenTeil des Wiesmoorer
Siedlungsgebietes in den Ort Mullberg am Rande des Hopelster
Waldes. Versteckt in der Nähe des Forsthauses findet man noch
heute Reste einer Klosteranlage aus dem 13. Jahrhundert. Zu
diesem Kloster gehörten übrigens große Ländereien im
Etzeler Gebiet, die nur über die Mönkebrücke (Mönchsbrücke)
zu erreichen waren. Der Hopelser Wald ist ein Staatsforst und
wird dank des engagierten Försters Müller weitgehend
naturnah umgestaltet.
Nach Verlassen des Waldes fahren wir linksabbiegend durch die
weitläufige Flur. Station machen wir nochmals an der
ausgeschilderten Steinsetzung "Hunt", einer
geschichtlichen Wegemarke am alten Heerweg. Durch die Marxer
und Etzeler Wallheckenlandschaft erreichen wir ungefähr nach
ca. 8 km unseren Ausgangspunkt.
Länge
der Tour ca. 40 km
|
|
Die
Kutschfahrt
Es soll Menschen geben, die
ungern, zumal sie in einer größeren Gruppe integriert sind,
körperlich betätigend der Natur näher kommen wollen. Aber
nicht nur diesem Personenkreis bietet sich eine Kutschfahrt für
eine Exkursion, oder auch nur für ein Gemeinschaftserlebnis
in freier Natur an.
Johannes Ennen mit seinen braunen, lammfrommen.......und
seiner technisch ein-wandfreien und überdachten Kutsche
bietet Gruppen bis zu 12 Personen diese Möglichkeit
Achtung: Wird noch ausgearbeitet
|
|