|
|
|
Ortsteil
Stapelstein
Der westlichste Ortsteil Stapelstein wird von der jetzigen
Bundesstraße durch-schnitten. Der Boden besteht weitgehend
aus magerem Sandboden und war noch bis in die zwanziger Jahre
mit Heide bewachsen. In Teilen war hier aber auch Lehmboden
anzutreffen. Besiedelt war dieser Ortsteil von kleineren bäuerlichen
Betrieben. Fast parallel zur heutigen Fernverkehrsstraße
verlief in Windungender alte Postweg.

Namensvetter für
diesen Ortsteil war die nördlich der Straße belegene
Stein-grabanlage. Diese Anlage befindet sich auf einem von
Eichenbäumen bestandenen Hügel. Die im Jahre 1878 durchgeführten
Grabungen brachten keine der sonst üblichen Grabbeigaben oder
Urnen zutage, so daß die zweifelhafte Vermutung aufgestellt
wurde, diese Anlage wäre zu einem späteren Zeitpunkt
umgesiedelt worden. Die Grabanlage ist auch heute noch gut
erhalten und besteht aus jeweils zwei Nord- und Südträgern
mit zwei größeren Decksteinen. Da der Boden zum Straßenkörper
der B 436 gehört, ist die Anlage im Bundesbesitz, wird aber
weit-gehend von Gemeindebediensteten gepflegt.
Einer Sage nach soll in sich in Urzeiten an dieser Stelle eine
Thingstätte befun-den haben. Weniger wahrscheinlich ist die
Überlieferung, daß an dieser Stelle eine kleine Kapelle
gestanden haben soll.
|
|
Ortsteil
Pumperhörn
Über
die Entstehung des Namens dieses, dem Kirchloog sich anschließenden,
kleinen und in sich geschlossenen Ortsteils ist nichts
bekannt. Vermutlich hat auf diesem "Hörn" eine höherwertige
Wasserentnahmestelle Bestand gehabt. Eine andere Deutung sagt
zur Namensgebung, daß hier der durchlaufende Vorfluter die
Dorfstraße unterquerte, unter-"pumpte".
Neben zwei größeren Bauereien waren hier einige Landarbeiter
und Handwerker (Maler, Zimmerleute und Schlachter )
angesiedelt. In dem etwas abseits stehenden Gebäude (vom Loog
aus kommend, links) befand sich übrigens bis zum Anfang des
letzten Jahrhunderts die erste Etzeler Schule.
Pumperhörn liegt wie die meisten Ortsteile auf dem Geestrücken
und war von (zwischenzeitlich abgebauten) Sanderhebungungen in
südlicher und westlicher Richtung umgeben. Zur Nordseite fällt
das Gebiet in das sumpfige Gelände des "Düwelshörns"
ab.
|
|
Das Etzeler Münsterland
ist der kleinste und vermutlich jüngste Ortsteil. Er liegt im
äußersten Nordwesten des Dorfes. Wie dieser Teil des Ortes
zu diesem hochdeutschem Namen eines bekannteren Gebietes im
fernen Deutschland gekommen ist, war trotz aller Anstrengung
nicht zu eruieren.
In Streuung besiedelt war und ist dieses Gebiet von einigen
Bauern- und Hand-werkerstellen. Da diese Landschaft am Rande
des Sumpfgebietes und des Schwarzen Bracks gelegen und somit
schwer zugänglich war, fand eine Urbar-machung der
Heidefelder größtenteils erst Anfang des zwanzigsten
Jahrhunderts statt. Mittlerweile sind die Felder arrondiert
und einer intensiven Landwirtschaft zugeführt worden.
Im Gebiet des Münsterlandes befanden sich übrigens die
meisten Ölentnahme-stellen des Dorfes. Verschiedene kleine,
ehemalige Betriebsgebäude, die heute als Wohnungen genutzt
werden, zeugen noch von dieser Epoche.
|
|
Ortsteil
Riepen
Riepen liegt im
Nordwesten unseres Dorfes und wird historisch durch den alten
Postweg von den übrigen Ortsteilen getrennt. Der Saum zum
Sumpfgebiet des angrenzenden Düwelshörn war bis zur Wende
zum zwanzigsten Jahrhundert mit Laubbäumen, vornehmlich
Eichen, bestanden. Noch heute zeugen eine Reihe von kleinen Wäldchen
hiervon.

Blick
vom "Düwelshörn" auf den Ortsteil Riepen
Besiedelt wurde der
Ortsteil am Geestrand in erster Linie von sogenannten Landgebräuchern,
die nach und nach die tieferliegenden Ländereien urbar
machten und bewirtschafteten. Bis auf wenige Ausnahmen sind
mittlerweile auch hier die meisten Betriebe aufgegeben worden,
die Menschen gehen anderen Tätigkeiten außerhalb der
Landwirtschaft nach.
Leider wurde hier das Landschaftsbild besonders stark von der
erfolgten Flur-bereinigung verändert und verlor viel von
seiner Ursprünglichkeit und Schönheit.
|
Ortsteil
Hohejohls
Hohejohls ist der größte
Ortsteil von Etzel und erstreckt sich südlich der jetzigen
Bundesstraße. Bis in die zwanziger Jahre siedelten hier
fast ausschließlich kleinere landwirtschaftliche Betriebe
(sogenannte Landgebräucher) auf den hochgelegenen Geestböden.
Die fleißigen Leute rodeten Buschflächen und machten große
Teile der umgebenden Moore und Sumpfgebiete urbar.
Mittlerweile sind aus kleinen Betrieben stattliche
Landstellen entstanden. Auch durch die Ansiedlung von
einigen Siedlungshäusern hat sich an der Struktur einer
Streusiedlung nichts geändert.
Die höchste Erhebung fand sich bis in die siebziger Jahre
in Hohejohls auf einem mittlerweile abgesandeten Geesthügel.
Die Kuppe reichte an die Schlüssellochhöhe der
Kircheneingangstür auf der aufgeschütteten Kirchwarf.
Kavernenkopf
Das
Erscheinungsbild von Hohejohls wird heute von den
Kavernenköpfen und den Anlagen der IVG und der Statoil
beherrscht. Auf einer relativ kleinen Fläche sind hier rund
fünfzig unterirdische Behältnisse durch Zu-und Ableitungen
miteinander verbunden, zusätzlich durchqueren die großen
Gas- und Ölpipelines den Ortsteil. Es gibt wenige Gegenden,
die wie hier, dermaßen durchwühlt wurden. Trotzdem zeigt
sich dieser Teil von Etzel, dank einer kontinuierlichen
Renaturierung, noch relativ intakt.
|
|
Ortsteil
Moorstrich
Wie alle anderen Teile des Dorfes
liegt auch Moorstrich am Rande der Geest und ist auch ähnlich
strukturiert. Der Ortsname ist natürlich abgeleitet von den südlich
vorgelagerten Gebieten des "Witt Moor" (weißes
Moor). Leider sind auch, hier in den letzten fünfzig Jahren
durch intensive Entwässerungsmaßnahmen, die
Torfmoosgesellschaften abgestorben.
Kiesgrube
am Rande von Moorstrich

Der südwestliche Geestteil von Moorstrich nahm die ersten
Etzeler Baugebiete auf und ist weitgehend mit schmucken
Einfamilienhäuser besiedelt. Die Bewohner, meist Handwerker
und Angestellte gehen ihren Tätigkeiten in umliegenden
Betrieben und auf Arbeitsstätten im nahen Wilhelmshaven nach.
|
|